Prall voll ätherischer Öle, zahlreicher Mineralstoffe und mit viel Gingerol, dem charakteristischen Scharfstoff, kommt Ingwer in unsere Küchen. Die gesunde Wurzel wird umso brennender, je größer sie ist. Die größten Ingwerwurzeln kommen übrigens aus Afrika zu uns, der aromatischste Ingwer, so sagt man, jedoch aus Jamaika.

Die würzige Wurzel Ingwer

Werbung

In unseren Küchen veredelt uns die Wurzel manchen Nachtisch und passt ganz wunderbar zu asiatischen Gerichten, Suppen oder Smoothies. So ist der Ingwer längst nicht mehr allein in der fernöstlichen Küche beliebt, wo würziger Ingwer für die Raffinesse der süßsauren Marinaden sorgt oder als kandierter Ingwer zur pikanten Petitesse wird. Überall auf der Welt ist er typischer Bestandteil des erfrischenden Ginger Ale und nicht nur in England gilt kandierter Ingwer als typisches Weihnachtspräsent. Dazu gibt es auf der Insel gingerbread, gingerbeer, gingerwine und Ingwerlikör. Gesund ist er allemal: Ingwer unterstützt die Fettverdauung und die Verarbeitung von Protein, seine Wirkstoffe lindern Entzündungen, stärken die Immunabwehr und senken überhöhten Blutdruck, sie wirken kreislauffördernd und Blut verdünnend. Französische Geschichtsbücher berichten darüber hinaus, dass schon die Comtesse Dubarry einst ihre Liebhaber mit einem aufrichtig gemeinten, pikanten Ingwerauflauf stark gemacht hat.

2017-09-24-Pinterest-eingelegter Ingwer

Ein scharfes und süßes Geschmackerlebnis

Hier soll es weder um einen Ingwerauflauf noch um Ingwer als kandierte Köstlichkeit, gesundes Gewürz oder aromatischen Tee gehen. Die würzige Wurzel ist herzhaft eingelegt eine urgesunde und besonders aromatische und zu Sushi beliebte Beilage. Die süßsaure Köstlichkeit heißt Gari.
Weil der Ingwer hierzu vor dem Einlegen lediglich kurz blanchiert wird, bleiben alle gesundheitsfördernden Wirkstoffe erhalten.

Eingelegter Ingwer (Gari) selber hergestellt

In Asialäden kannst Du eingelegten Ingwer kaufen. Aber warum eigentlich? Ingwer kannst Du schnell und unkompliziert selbst eingelegen. Dazu werden benötigt:

  • 2 frische Ingwerknollen
  • 2 Tassen Zucker
  • 3 Tassen Reisessig
  • 2 Teelöffel Salz

Anleitung

  1. Zuerst werden die Ingwerknollen gewaschen und geschält. Anschließend in ganz dünne Scheiben aufschneiden – am besten mit einem Gemüsehobel. Dünne große Scheiben sind allerdings nicht zwingend notwendig, wer die Wurzel in kleine Stücke schneidet, macht auch nichts falsch.
  2. Jetzt wird der geschnittene Ingwer mit dem Salz vermischt. Alles muss dann etwa eine Stunde ruhen.
  3. Dann wird der Reisessig zusammen mit dem gesamten Zucker in einer Pfanne oder in einem Topf zum Kochen gebracht. Dieser Sud wird über den Ingwer gegossen.
  4. Das Ganze gibst Du in ein gut verschließbares, geeignetes Behältnis und das wandert nach dem Abkühlen für eine Nacht in den Kühlschrank.
  5. Kommt der nächste Tag, ist auch Dein Gari fertig.

Der selbst eingelegte Ingwer ist in einem gläsernen Gefäß bis zu sechs Monate haltbar. Nicht nur als Sushi-Beilage ist er erste Wahl, auch zu vielen anderen Gerichten harmoniert der eingelegte Ingwer wunderbar. Außerdem kannst Du sicher sein, dass er nicht nur hervorragend passt und lecker schmeckt, sondern zudem sehr gesund ist.

Falls Dir das Rezept gefällt und Du es verwendest, mach doch ein Foto und poste es mit dem hashtag #ingwerliebe auf Instagram. Ich freue mich total über jede Erwähnung.

Links

Eingelegter Ingwer zu Sushi, Japan-Infos
Ingwer süß-sauer einlegen, gartentipps.com

Werbung