Die Kaki wurde bereits von den alten Griechen als „Frucht der Götter“ bezeichnet und ihr Gattungsname Diospyros bedeutet „Götterfrucht“ oder „Götterspeise“. Der Name ist gerechtfertigt, denn sie ist süß, voller Geschmack und enthält eine Vielzahl von Antioxidantien und Nährstoffen. Die Frucht ist genauso vielseitig wie lecker und vor allem im asiatischen Raum sehr weit verbreitet. Das ändert sich bereits. Die Kaki ist längst Bestandteil vieler westlicher Rezepte und verleiht vielen Kuchen und Desserts eine ganz besondere Note.

Zusätzlich zu ihrem tollem Geschmack und der Vielseitigkeit in der Küche bringt die Kaki aber auch viele gesundheitliche Vorteile mit. Sie hat den Ruf gegen Verstopfungen zu helfen, das Cholesterin und den Blutdruck zu senken und ein gesundes Sehvermögen zu unterstützen. Die Kaki ist ein leckerer Weg, um den Körper mit wichtigen Nährstoffen wie Vitamin A und C und Mangan zu versorgen.

Was ist eine Kakifrucht?

Die Kaki ist die essbare Frucht das Kakibaumes, der zur Familie der Ebenholzgewächse gehört. Andere Angehörige dieser Familie sind die Paranuss, Blaubeeren und Tee.

Es gibt zwei wichtige Arten der Kakifrucht: adstringierende und nicht-adstringierende. Oder anders: zusammenziehend und nicht-zusammenziehend. Adstringierende Kakis enthalten einen sehr hohen Anteil an Tanninen und können deshalb gewöhnungsbedürftig schmecken bevor sie vollständig reif sind. Sobald die notwendige Reife erreicht ist, entwickelt sich aber der lecker süsse und zuckrige Geschmack.

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Die nicht-adstringierenden Kakis hingegen enthalten deutlich weniger Tannine und erreichen den süßen Geschmack schon bevor sie vollständig reif sind.

Welche Sorten der Kakifrucht gibt es?

Tipo

Die in Deutschland bekannteste Sorte der Kaki ist „Tipo“. Sie gehört zu den adstringierenden Kaki und ist nur in reifer Form wirklich genießbar. Erst dann erhalten sie ihre saftige und weiche Konsistenz. Der Anbau erfolgt zum größten Teil in Italien. Die Bäume sind leicht zu pflegen und die Ernte kann meist schon im September beginnen.

Rojo Brillante

Die Sorte Rojo Brillante hat eine längliche Form und kann bereits vor der vollständigen Reife gegessen werden. Sie zeichnet sich durch ihre hellrote Schale aus und wird vor allem in Spanien angebaut. In der Regel wird diese Sorte ab Anfang Oktober geerntet und die Früchte sind etwas kleiner als die der Sorte Tipo.

Sharon

Diese Sorte erhielt ihren Marketingnamen durch ihr Anbaugebiet. Die Sharonebene liegt zwischen Haifa und Tel Aviv und ist durch ihren fruchtbaren Boden bestens für den Anbau der Kakis geeignet. Der eigentlich korrekte Name der Sorte ist „Triumph“. Ihr Geschmack ist besonders mild, sie enthält keine Kerne und ist etwas kleiner als andere Sorten. Die Sharon gehört ebenfalls zu den nicht-adstringierenden Sorten und ist bereits im unreifen Zustand sehr gut genießbar.

Weitere Kaki Sorten

  • Vanille-Kaki: Eine relative neue Züchtung mit einen Geschmack und Geruch, der an Bourbon-Vanille erinnert.
  • Meader: Eine amerikanische Sorte, die sich durch einen fruchtigen Geschmack mit leichtem Karamellaroma auszeichnet.
  • Hana-Fuyu: Eine Sorte, die besonders in Japan und China sehr beliebt ist und oft gedörrt wird. Sie ist nicht-adstringierend und kann bereits im unreifen Zustand verarbeitet und gegessen werden.

Diese Früchte können in allen Variationen verzehrt werden. Gekocht, getrocknet oder roh. Besonders beliebt sind sie auf Salaten oder in Backwaren, aber auch Kochrezepte werden immer beliebter.

Sie sind nicht nur sehr vielseitig in der Küche, sondern enthalten auch eine Große Anzahl von wichtigen und bekannten Nährstoffen, die ihren Genuss noch wertvoller für den Körper machen.

Kaki steckt voller Antioxidantien

Antioxidantien haben den Ruf freie Radikale im Körper zu binden und so Krankheiten vorzubeugen. Es gibt einige Studien, die drauf hinweisen, dass Antioxidantien den Körper gegen Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes schützen können. (1)

Die Kakifrucht steckt voller Antioxidantien. Eine koreanische Studie aus dem Jahr 2012 hat sich mit Kakisaft beschäftigt und einen sehr hohen Anteil an natürlicher Gallussäure und Epigallocatechingallat gemessen. Beiden Stoffen werden antioxidative Eigenschaften nachgesagt. (2)

Kakifrucht hilft gegen Verstopfungen

Der regelmäßige Verzehr von Kaki kann Verstopfungen verhindern. Eine durchschnittlich große Kakifrucht hat einen Ballaststoffanteil von ca. 6 Gramm. Das deckt ungefähr ein Viertel des täglichen Bedarfs eines Menschen.

Ballaststoffe werden vom Körper nicht direkt verwertet und verhelfen so zu einem gesunden Stuhlgang. Eine Analyse aus dem Jahr 2012 hat das an Patienten mit Verdauungsproblemen nachgewiesen. (3)

Es sollte darauf geachtet werden vor allem die süßen, nicht-adstringierenden Früchte zu verzehren. Die adstringierenden Varianten haben einen höheren Anteil Tanninsäure und werden deshalb oft mit Verdauungsproblemen in Verbindung gebracht. Tanninsäure kann die Bildung von Darmsekreten verringern und die Arbeit des Darmtrakts verlangsamen (4).

Bei Verdauungsproblemen hilft auch: Viel Wasser trinken und regelmäßige körperliche Aktivität.

Kaki unterstützt ein gutes Sehvermögen

Kakis haben einen sehr hohen Anteil an Vitamin A, einem Nährstoff mit besonders positiven Eigenschaften für das Auge. Der Verzehr einer durchschnittlich großen Kaki deckt ca. 55% des Tagesbedarfs.

Vitamin A Mangel kann zu Nachtblindheit, trockenen Augen und Bitot-Flecken führen. Letztere treten bei Xerophthalmie auf, einer Austrocknung von Kornea und Konjunktiva

Ein Vitamin A Mangel ist in entwickelten Ländern sehr selten, aber es sollte trotzdem auf eine ausreichende Zufuhr geachtet werden, um die Funktion der Augen nicht zu beeinträchtigen.

Kakifrucht kann den Cholesterinspiegel senken

Cholesterin ist ein notwendiger Stoff, der im gesamten Körper gefunden werden kann. Ein zu hoher Anteil kann zu einer Verengung der Arterien führen und die Arbeit des Herzens deutlich erschweren.

Einige Studien deuten an, dass der Verzehr von Kaki dabei helfen kann, den Cholesterinspiegel zu kontrollieren. In einer Studie wurde 40 Probanden dreimal täglich ein Riegel mit einem Anteil Kaki verabreicht. Nach 12 Wochen konnte ein deutlicher Rückgang des LDL Cholesterin festgestellt werden. (5)

Ein Studie an Tieren kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Auch bei den Ratten konnte ein deutlicher Rückgang des LDL Cholesterins erreicht werden. (6)

Kaki kann gegen Entzündungen helfen

Kaki kann nicht nur gegen Verstopfungen helfen, Cholesterin senken und gesundes Sehvermögen unterstützen. Der Verzehr kann sogar dabei helfen, Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Diese sind in vielen Fällen ein wichtiger heilender Mechanismus des Immunsystems. Chronische Entzündungen können aber zu Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf Problemen führen.

Der hohe Anteil an Antioxidantien und Tannienen mach Kakis zu einer großen Hilfe bei der Bekämpfung von Entzündungen. Für eine Studie an Mäusen wurde Tannine aus der Kaki gewonnen und den Tieren verabreicht. Nach Beendigung konnte ein Rückgang bei vielen Entzündungsindikatoren festgestellt werden. (7)

Nicht nur Kaki kann gegen Entzündungen helfen. Auch andere Lebensmittel wie grünes Gemüse, Beeren, Brokkoli, Walnüsse oder Ingwer haben ähnliche Eigenschaften.

Kakifrucht kann den Blutdruck senken

Hoher Blutdruck gefährdet das Herz und ist einer der häufigsten Gründe für Herzkrankheiten. Die Kaki enthält Tannine, die dabei helfen können, den Blutdruck des Menschen zu senken.

Es gibt mehrere Studien zu den Effekten von Tanninsäure auf den Blutdruck. 2015 wurde zum Beispiel Ratten Tanninsäure verabreicht und deren Blutdruck konnte erfolgreich gesenkt werden. (8).

Adstringierende Kaki enthalten den größten Anteil an Tanninen. Dieser Anteil wird mit zunehmenden Reifegrad immer geringer. Ein wichtiger Aspekt, den man beachten sollte, wenn man Kakis als Unterstützung gegen hohen Blutdruck verzehren möchte.

Kaki kann beim Abnehmen helfen

Das grosse Ziel bei allen Abnehmversuchen ist eine Vermeidung des Jo-Jo-Effekts. Dafür gibt es viele nützliche Lebensmittel und die Kaki ist eine davon.

Sie ist voller Ballaststoffe – eine durchschnittliche Frucht enthält ca. 6 Gramm. Das entspricht etwas 25 % des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Ballaststoffe halten lange satt und die Verdauung in Schwung.

Die Kakifrucht besteht zu 80 % aus Wasser. Das unterstützt den Stoffwechsel und hilft dabei Giftstoffe auszuschwemmen. Ein essentieller Punkt, wenn man versucht Gewicht zu verlieren.

Generell ist jede Form von Obst eine Unterstützung beim Gewichtsverlust. Der natürlich enthaltene Fruchtzucker ist nicht so gefährlich wie er oft dargestellt wird. Die enthalten positiven Stoffe überwiegen bei weitem. Fruchtzucker (Fructose) wird nur problematisch, wenn man ihn in Form von Industriezucker aufnimmt, denn dieser beinhaltet einen großen Anteil davon.

Wie kann die Kaki am besten gegessen werden?

Viele mögen sich die Frage stellen, wie man die Kaki am besten zubereitet und isst. Es ist recht einfach: Bei den meisten Kakis ist die Schale dünn und mann kann die Frucht essen wie einen Apfel.

Bei einer adstringierenden Kaki sollte auf den entsprechenden Reifegrad gewartet werden, sonst wird der Geschmack zu sehr von den Tanninen dominiert. Bei nicht-adstringierenden Früchten ist das kein Thema. Sie sollten nur nicht zu weich sein. Die Kerne sollten bei beiden nicht mitgegessen werden.

Natürlich sind Kakis auch eine perfekte Zutat für eine Vielzahl von Gerichten. Sie eignen sich gut für Salate, als natürliche Süße für Desserts oder in abwechslungsreichen Hauptgerichten.

Wo kann mann Kakifrucht kaufen?

Kakis können in den meisten Supermärkten und Discountern gekauft werden. Auch auf Märkten sind sie zu finden. Ein sehr guter Tipp sind Asiamärkte. Die Früchte sind in Asien sehr beliebt und werden dort oft zu besonders guten Preisen angeboten.

Heutzutage können Kakis aber auch online gekauft werden. Shops wie Rewe Online oder Amazon bieten die Früchte ebenfalls an.

Die korrekte Lagerung der Kaki

Reife Kakis sollten schnell gegessen werden. 1 bis 2 Tage im Kühlschrank können sie aber verkraften. Unreife Kakis halten sich dort deutlich länger und sind auch nach 1 Monat noch zu verwenden.

Wer den Reifeprozess vorantreiben will, sollte sie gemeinsam mit anderem Obst bei Zimmertemperatur lagern.

Besonders gut lässt sich Kaki-Püree einfrieren. 6 Monate sind dabei kein Problem. Tipp: Zitronensaft hinzugeben, damit die Farbe erhalten bleibt.

Tolle Rezepte mit Kaki

Die Kaki ist sehr vielseitige und kann in den verschiedensten Rezepten verwendet werden.

Einige Beispiele sind hier aufgeführt:

  • Salate mit Kaki
  • Hauptgerichte mit Kaki
  • Desserts mit Kaki

Vorsichtsmaßnahmen

Es kommt selten vor, aber Kakis können allergische Reaktionen hervorrufen. Der Verzehr sollte eingestellt und ein Arzt aufgesucht werden, wenn Beschwerden wie Juckreiz oder Ausschlag auftreten.

Bei Verstopfungsproblemen sollten nur nicht-adstringierende Kakis verzehrt werden, da die adstringierenden Früchte den Verdauungstrakt verlangsamen und die Verstopfung verschlimmern können.

Einige der Inhaltsstoffe von Kakis können den Blutdruck beeinflussen. Sollte Blutdruck bereits ein Thema sein und werden Medikamente eingenommen, ist eine Rücksprache mit dem Arzt sehr wichtig.

Weitere Facts zur Kakifrucht

  • In Japan ist Kaki eine Nationalfrucht und wichtiger Bestandteil vieler Gerichte.
  • Der scharfe Zimtpunsch sujeonggwa wird in Korea aus getrockneter Kaki (gotgam) und Ingwer hergestellt.
  • In vielen Teilen Asiens wird aus den Blättern der Kaki Tee hergestellt.
  • Adstringierende Fürchte werden in Taiwan gemeinsam mit Limettenwasser verschweißt und dann im ausgehärteten Zustand als Snack verkauft.
  • In den USA ist die Kaki ebenfalls sehr beliebt und wird besonders gerne in Süßspeisen verwendet. Pudding, Kekse und Kuchen sind dabei besonders beliebt. Außerdem kultivieren die USA Kakis selber sehr erfolgreich.

Fazit

Die Kaki ist in vielen verschiedenen Sorten erhältlich und es gibt adstringierende und nicht-adstringierende Früchte.

Adstringierende Kakifrüchte sind erst im reifen Zustand weich und süß. Nicht-adstringierende sind schon im unreifen Zustand gut essbar. Sie sind frühzeitig süß und haben einen festen Biss.

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Kakis können sehr gut roh gegessen werden. Sie sind aber auch eine nährstoffhaltige Zutat in vielen unterschiedlichen Rezepten und Gerichten.

Der Kaloriengehalt der Früchte ist gering, aber sie haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitamin A, Mangan und Vitamin C.

Studien weisen darauf hin, dass der Verzehr von Kakis dabei helfen kann, den Blutdruck und das LDL Cholesterin zu senken, Entzündungen im Körper zu bekämpfen, gesundes Sehvermögen zu unterstützen und Verstopfungen zu vermeiden.